Emma und Alice

 

Emma

Im Januar 1977 erschien zum ersten Mal die Frauenzeitschrift "Emma" - und war damit die zweite ihrer Art nach dem Berliner Magazin "Courage". Sie wollten keine Alltagsblättchen für Frauenprobleme sein, sondern politische Zeitschriften, in denen Feminismus, Kultur und Gesellschaftskritik ihren Raum haben und eine breite - meist weibliche - Öffentlichkeit erreichen können.

Mehr noch: "Emma" war nicht nur eine Zeitschrift, in der Frauen Artikel schrieben, sie war auch von Frauen verwaltet. Redaktion und Verlagswesen lagen erstmals komplett in weiblicher Hand und machten sich dadurch von Einflüssen unabhängig, die eine "objektive" Berichterstattung ohne persönliche Stellungsnahme für die Belange der Frauen forderten.

Das machte den Weg frei für die Beschäftigung mit brisanten Themen wie den Kampf gegen Pornographie, sexuelle Nötigungen, berufliche Ungerechtigkeiten - Schattenthemen, die in anderen Zeitschriften in dieser Deutlichkeit und meinungsvollen Klarheit nicht aufgegriffen werden konnten. Es entstand ein Forum für Frauen und ihre Themen - "Emma" hat, allen Problemen und Anfeindungen zum Trotz, mehr als zwei Jahrzehnte überstanden und ist zu einer festen Größe des deutschen Zeitschriftenmarktes geworden.
Mit ihr untrennbar verbunden ist die Journalistin und Verlegerin Alice Schwarzer, die "Emma" ins Leben gerufen hat.

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