Emma und Alice

 

Biographie Alice Schwarzer

1975 siedelt Alice Schwarzer nach Berlin um und bringt zum ersten Mal als Mitherausgeberin den "Frauenkalender" auf den Markt. Weitere Aktionen machen sie immer mehr zum Aushängeschild der deutschen Frauenbewegung, im positiven wie im negativen Sinne. Mit ihrem Buch "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen", in dem Sexualität als Machtmittel gegen Frauen dargestellt wird, stößt Alice Schwarzer auf heftige, auch persönliche Kritik, die sich nicht gegen das Thema, sondern gegen Alice Schwarzer selber richtet - sie wird für verunsicherte Leute nicht zuletzt durch ihre deutliche, radikale Sprache zu einem feministischen Feindbild.

1976 gründet sie die "Alice Schwarzer Verlags-GmbH" mit Sitz in Köln, die zur "Emma Frauenverlags-GmbH" umbenannt wird. Alice Schwarzer ist die einzige Gesellschafterin.
1977 erscheint zum ersten Mal die Zeitschrift "Emma".
Es folgen über die Jahre mehrere Aktionen gegen Pornographie (1978 Klage gegen den Stern wegen sexistischer Titelbilder, ab 1987 Anti-Porno-Kampagne der "Emma").
1983 wird Alice Schwarzer Mitbegründerin des "Hamburger Institutes für Sozialforschung" und initiiert den "FrauenMediaTurm" als feministisches Archiv und Dokumentationszentrum in Köln. 1984 wird sie Mitglied des PEN-Clubs, 1987 gründet sie mit den Kölner Presse-Club.

Zahlreiche Auszeichnungen begleiten die Arbeit von Alice Schwarzer:
1991 zeichnet die Stadt Wuppertal sie mit dem "Von-der-Heydt-Preis" als "Vorkämpferin der deutschen Frauenbewegung" aus. 1992 folgt eine Auszeichnung mit der Kurt Neven DuMont-Medaille der Westdeutschen Akademie für Kommunikation, 1996 das Bundesverdienstkreuz am Bande. 1997 wird sie vom Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband zur "Frau des Jahres" ernannt.

Neben der journalistischen Arbeit veröffentlicht Alice Schwarzer mehrere Bücher: 1993 "Eine tödliche Liebe" über den Selbstmord der Politikerin Petra Kelly, 1996 "Ein widerständiges Leben" - die Biographie der Zeit-Herausgeberin Marion Gräfin, 1998 die Biographie von Romy Schneider "Romy Schneider. Mythos und Leben", 1999 über die für sie so bedeutende Frauenrechtlerin "Simone de Beauvoir. Rebellin und Webgereiterin", 2000 "Der große Unterschied. Gegen die Spaltung von Menschen in Männer und Frauen", 2002 "Alice im Männerland", eine Bilanz aus 30 Jahren Frauenbewegung.

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